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  1. Innung Solingen
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Dies ist eine News des Fachverbandes SHK NRW, des Landesverbandes Ihrer Innung.
30.04.2025

Trinkwasserfilter – notwendig oder nicht?

© famveldman – stock.adobe.com

Das Gerücht hält sich zäh: Trinkwasser aus dem Hahn enthält Rückstände, weshalb Sie es nicht ungefiltert trinken sollten. Doch stimmt das überhaupt? Und was sind die möglichen Folgen, wenn Sie Aktivkohlefilter und andere Hilfsmittel einsetzen?

Trinkwasser – aus der Quelle in die Leitung

Trinkwasser stammt zu 70 Prozent aus Grund- und Quellwasser. See-, Talsperren- oder Flusswasser wird zu 13 Prozent direkt genutzt. Die übrigen 17 Prozent setzen sich aus einer Mischung zusammen, die ursprünglich Oberflächenwasser war, aber durch eine Bodenpassage oder Uferfiltration fast zu Grundwasser geworden ist.

In den Wasserwerken überprüfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Aufbereitungsverfahren wie zum Beispiel Sandfiltration die Qualität des Trinkwassers – und sie stellen hohe Anforderungen: Krankheitserreger, wenn sie ins Trinkwassernetz gelangen würden, könnten schnell viele Menschen erreichen und infizieren. Deshalb müssen sie dieses Risiko sehr gering halten. Auch andere „Fremdstoffe“ haben im Trinkwasser nichts zu suchen. Dementsprechend versuchen laut Umweltbundesamt die Verantwortlichen, diese herauszuhalten – so weitgehend wie möglich und vorsorglich auch für solche, durch die bislang keine Gesundheitsrisiken bekannt sind. Ebenfalls entfernen die Wasserwerke die meisten Rückstände von Medikamenten und können die vorgeschriebenen Grenzwerte auch bei den schlechter abbaubaren Wirkstoffen einhalten und in der Regel deutlich unterschreiten.

Filtersysteme für zu Hause: Gefahr für die Gesundheit?

Wenn Sie zusätzlich zu Ihrem Trinkwasserfilter am Hauseingang noch einen Aktivkohlefilter oder ähnliche Hilfsmittel nutzen wollen, fallen Sie leider auf ein Werbeversprechen herein. Aktivkohlefilter oder andere Wasserbehandlungssysteme, insbesondere mit Spülleitungen in das Abwassersystem, können bei zu langer Standzeit, zu hohen Umgebungstemperaturen oder fehlender Trennung zum Abwassersystem genau das Gegenteil bewirken. Unter diesen Umständen besteht ein erhöhtes Risiko für mikrobielle Vermehrung und damit auch einer Verschlechterung der Trinkwasserqualität.

Baut der Fachhandwerksbetrieb eine Trinkwasseranlage ein, gehört zu dieser bereits standardmäßig ein vorgeschriebener Partikelfilter am Hausanschluss, der die Wasserrohre vor Rostpartikeln schützt. Solche Anlagen dürfen nur SHK-Betriebe mit der Genehmigung des Wasserversorgers installieren. Beachten Sie unbedingt, dass Trinkwasseranlagen regelmäßig gewartet werden müssen.

Wenn Sie Aktivkohle zusätzlich verwenden, kann diese ein optimaler Nährboden für Keime sein. Die angereicherten Stoffe können ins Wasser übergehen, wenn die Filter voll sind, und somit das Wasser mit Schadstoffen belasten, die Sie ursprünglich vermeiden wollten.

Beratung durch Experten

Haben Sie Zweifel an der Trinkwasserhygiene in Ihrem Haushalt oder wollen Sie dennoch eine Enthärtungsanlage einbauen, ziehen Sie unbedingt einen SHK-Fachhandwerksbetrieb hinzu. Als Mieter wenden Sie sich an den Eigentümer. Sind Sie selbst Eigentümer, helfen Ihnen bei allen Fragen rund um das Thema Trinkwasserinstallation SHK-Innungsfachbetriebe vor Ort weiter. Nutzen Sie hierfür die Handwerkersuche.

Quellen:

  • Umweltbundesamt (https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/trinkwasser)
  • Verbraucherzentrale (https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wasser/wasserbehandlung-im-haushalt-das-muessen-sie-ueber-wasserfilter-wissen-12071)
  • Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (https://www.umwelt.nrw.de/themen/umwelt/umwelt-und-wasser/wasserversorgung-und-trinkwasser)

 

Erfahren Sie mehr über die Verbandsorganisation SHK unter www.shk-nrw.de
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