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Egal, was man von Wärmepumpen hält: Sie sind ein wichtiger Baustein in der Energiewende und werden in Zukunft eine große Rolle in der Heizungstechnik spielen. Der Grund dafür ist ihre Effizienz – wenn sie richtig betrieben werden. Ist das nicht der Fall, können sie sehr teuer werden – für den Handwerker, wenn er sie nicht fehlerfrei in Betrieb genommen hat.
Im Gegensatz zur Inbetriebnahme der uns bekannten Gas- und Öl-Geräte sind bei der Wärmepumpe sehr viele Einstellungen zu bedenken, die Sie mit dem Kunden bzw. dem Planer klären und vornehmen sollten.
Für die Einstellungen gibt es eine Auswahl von Kriterien, die Sie in Erfahrung bringen und einstellen müssen:
Da die Einstellung dieser Parameter für den effizienten Betrieb der Wärmepumpe von elementarer Bedeutung ist, muss sich jeder, der Wärmepumpen wartet, instand hält und in Betrieb nimmt, damit befassen. Die SHK+E ESSEN im März in Essen bietet dazu eine exzellente Gelegenheit.
Um bei der Beratung auf dem Messestand gut mitreden zu können, gibt es hier schon einmal ein paar Hintergrundinfos zu den genannten Themen.
Üblicherweise können Wärmepumpen als „bivalente“ oder als „monovalent/monoenergetische“ Einheit bestellt und eingebaut werden.
Wenn der Einsatz des elektrischen Heizstabs auch im Winter für den Heizbetrieb nicht gewünscht ist, spricht man von einem „monovalenten Betrieb“. Hier muss allerdings die Wärmepumpe im Winter allein die Gebäudeheizlast abdecken können.
Bei monovalenter Betriebsweise ist zu beachten:
Bei vielen Wärmepumpenreglern kann die Betriebsart auf „monovalent“ gestellt werden. Damit ist automatisch der Heizstab für den Heizbetrieb deaktiviert, nicht jedoch im Fall des Abtauens oder beim Warmwasserbetrieb. Diesen Aspekt nicht zu beachten, kann hinsichtlich der Warmwasserbereitung also teuer werden. Ein kurzzeitiges Zuschalten des Heizstabes, z. B. bei Abtauung, ist jedoch bei vielen Geräten bei ungünstigen Bedingungen unumgänglich. Also – Augen auf beim monovalenten Betrieb.
Bei „bivalenten“ Einheiten wird im Winter in der Regel ein konventioneller Kessel als Spitzenlast entweder „bivalent parallel“ (beide gemeinsam), „bivalent teilparallel“ (im Winter laufen beide Wärmeerzeuger in einem bestimmten Temperaturbereich gemeinsam oder „bivalent alternativ“ (im Winter schaltet sich die Wärmepumpe ab und der konventionelle Kessel läuft allein) betrieben. Bei bivalenter Betriebsweise sind z. B. folgende Parameter zu beachten:
In Abhängigkeit der Anlage gibt es noch viel mehr Einstellparameter. Hier ist also ein Aufschlauen nötig.
Bei elektrisch betriebenen „monoenergetischen“ Einheiten wird im Winter ein elektrischer Heizstab üblicherweise bei Spitzenlast entweder „bivalent parallel“ (beide gemeinsam) oder „bivalent alternativ“ (im Winter schaltet die Wärmepumpe ab und der Elektroheizstab läuft allein) zugeschaltet.
„Monoenergetisch“ heißt also, dass man bei der Primärenergieform (hier: Strom) bleibt. In der Regel wird eine monoenergetische Wärmepumpe im Winter „parallel“ ausgelegt (Wärmepumpe und Heizstab gemeinsam).
Bei dieser Betriebsweise sind dann folgende Parameter wichtig:
Man muss also wissen, was man tut – und mit dem Kunden reden.
Wenn der Kunde mitspielt, sollte man bei der Einstellung der Heizkurve an einer Wärmepumpe auf dem niedrigsten möglichen Niveau beginnen. Sollte der Kunde mehr Wärme erwarten, meldet er sich und man passt die Heizkurve per Fernwartung an seine Bedürfnisse an (wichtig ist also eine Regelung, die per Fernwartung erfolgen kann). Wenn sich der Kunde nicht mehr meldet, hat die Anlage den Punkt erreicht, wo sie den geforderten Komfort mit höchstmöglicher Effizienz bietet – solange man alle anderen Parameter auch richtig eingestellt hat. Hat der Kunde ein eher schwaches Nervenkostüm, sollte man nicht experimentieren und die geforderte Heizkurve einstellen.
Referent Technik / BIT-Berater
Ulrich Thomas
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