GEG im Kundengespräch – Ein kleiner Leitfaden
Das neue GEG verfolgt eine Richtung: den Ausbau und die deutliche Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien im Heizungsbereich. Grundsätzlich ist die Technologieoffenheit gegeben. Neben der Wärmepumpe sind Biomasse und Wasserstoff im GEG thematisiert.
Umdenken gefragt
Auch die umfassende Beratung für Tausch- und Neuanlagen ist ein zentraler Punkt im GEG. Die Beratung soll dabei klarstellen, dass es nicht mehr die eine, richtige Lösung gibt. Das heißt, Sie müssen ein Stück weit umdenken. Gasgerät an die Wand als beste Lösung, das ist nicht mehr.
Ein großes Fragezeichen, vor allem auf die Kosten bezogen, ist die zukünftige CO2-Bepreisung. Somit kann heutzutage niemand sagen, was in fünf Jahren die günstigste Heizlösung sein wird. Für ab 2024 wurde sie bereits angehoben. Aus all diesen Punkten wird deutlich: Wir müssen jedes Objekt individuell betrachten und niemand kann sagen, welche Lösung langfristig am besten sein wird.
Wie sehen also die Möglichkeiten aus, speziell im Hinblick auf die Erfüllung der regenerativen Anteile?
Langfristiges Ziel ist es, den regenerativen Anteil auf 65 Prozent zu erhöhen.
Erfüllungsoptionen für 65 Prozent erneuerbar sind:
- Wärmepumpe
- Hybridanlagen
- Holzanlagen
- Solarsysteme
- Wasserstoff und grüne Gase (sofern oder sobald verfügbar und technisch machbar)
Darf ich ab 2024 noch Gas und Öl einbauen?
Ja. Hierzu gilt es jedoch, verschiedene Dinge zu beachten.
Liegt bereits eine kommunale Wärmeplanung vor?
Die kommunale Wärmeplanung soll zukünftig vorgeben, welcher Weg im Ausbau der regenerativen Wärme verfolgt werden soll. Die Planung muss bis zum 30. Juni 2026/2028 stehen.
Wenn also keine kommunale Wärmeplanung vorliegt, dann können vorerst Gas und Öl eingebaut werden. Der Betreiber wird aber verpflichtet, einen stufenweisen Anstieg der regenerativen Anteile zu gewährleisten:
- im Jahr 2029 -> 15 Prozent
- im Jahr 2035 -> 40 Prozent
- im Jahr 2040 -> 60 Prozent
Diese regenerativen Stufen können nach diesem Modell durch Wasserstoff und Biomasse realisiert werden. Hier ist der Kunde natürlich von Versorgern und Herstellern der Geräte abhängig. Allerdings sind Geräte, die mehr als 20 Prozent Wasserstoff können, bislang noch nicht auf dem Markt oder zertifiziert.
Was wäre die Alternative zu Wasserstoff und Biomasse? Die sofortige Erfüllung von 65 Prozent regenerative Energie spätestens im Jahr 2029, zum Beispiel durch eine Hybridanlage.
Fazit
Der Trend im GEG ist also klar: weg von Fossil, hin zu Regenerativ. Ab 2045 soll dann mit fossilen Brennstoffen komplett Schluss sein.