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Der wichtigste Grund für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: damit Lebensfreude und Schaffenskraft Sie überall begleiten. Das klingt schlicht, ist es aber nicht. Neben persönlichen Risiken wie Rauchen, sportlichen Aktivitäten oder Vorbelastungen gibt es ganz klar auch arbeits- und berufsbedingte Risiken.
Für die SHK-Gewerke zählen zu den Risiken beispielsweise immer noch die Muskel-Skelett-Belastungen. Mit zunehmendem Alter steigen hier AU-Tage in diesem Bereich deutlich an (siehe Tabelle 1).
Verschlissene Knochen und kaputte Muskeln helfen nix und niemandem. Doch es gibt auch gute Nachrichten: a) das muss nicht sein und b) die Arbeit in der SHK-Branche fördert die Lebenszufriedenheit. (siehe Tabelle 2, Rubrik ‚Psyche‘)
Mentale Fitness hilft dabei, die gesundheitlichen Schutzkonzepte zu verstehen und umzusetzen. Und das machen Sie am besten: TOP. Denn das steht für: Technisch, Organisatorisch, Persönlich.
Beginnen wir mit der Technik. Im SHK-Bereich sind es insbesondere schwere Traglasten, einseitige Dauerbelastungen und unbequeme Zwangshaltungen, die zu Muskel-Skelett-Belastungen beitragen. Über die Jahre hinweg führt leichtsinniges Ignorieren zu gesundheitlichen Einschränkungen. Hier kommen technische Hilfsmittel, beispielsweise Treppensteiger und andere Hebezeuge, zum Einsatz. Aber auch Ihr Wissen um „Ergonomie“, also die Lehre des körpergerechten Verhaltens und Arbeitens. Dazu zählen ebenfalls ergonomische Werkzeuge. Man muss es halt nicht nur im rechten Arm haben, sondern auch im linken Arm und insbesondere: im Köpfchen.
Die BG BAU gibt Tipps zur Ergonomie am Bau, was jeder tun kann:
[„Ergonomie am Bau, das kann jeder tun“ Download QR zur BG BAU,
www.bgbau.de/fileadmin/Medien-Objekte/Medien/Bausteine/625_1/bau625_1.pdf ]
Neben der Ergonomie ist die Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) genauso wichtig für Ihre Gesundheit. Das mag zwar lästig erscheinen, aber die gesundheitlichen Folgen werden mit zunehmendem Alter sehr viel lästiger. Knieschoner, Handschuhe, Gehörschutz – all das trägt langfristig zu Ihrer Gesundheit bei.
Und was ist bei den organisatorischen Schutzmaßnahmen zu tun? Zur Organisation des sicheren und gesunden Arbeitens zählt ein systematisches, betriebliches Wissensmanagement. Angaben zu Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen zu Gefahrstoffen und gefährlichen Maschinen sowie Schulungen/Unterweisungen zu den durchzuführenden Tätigkeiten sind Grundlage für professionelles Arbeiten, wie es die SHK-Branche erfordert. Etliche Innungsfachbetriebe stellen über den Fachverband SHK NRW ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits einen persönlichen Zugang zu ihrem Firmenportal Arbeitssicherheit zur Verfügung.
Trotz aller betrieblicher Unterstützung: Sie selbst tragen erheblich zu Ihrer eigenen Gesundheit bei. Sowohl bei der Arbeit als auch im Freizeitbereich. Ihr persönliches Verhalten beim Rauchen, bei der Ernährung und bei der zur Erholung gewählten Freizeitgestaltung beeinflussen Ihr Wohlergehen. Das wussten Sie schon, aber vom exponentiell ansteigenden Risiko für Lungenkrebs im Zusammenspiel mit anderen Belastungen auch?
Bleiben Sie gesund!
betriebswirtschaftlicher Referent - BIT-Berater
Norbert Stenkamp
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